foto

Schwächer - stärker

Wie ich die Seele meines Hundes sehe:
Er hat die Verhaltensweise eines Rudeltiers - das bedeutet, daß sich sein Rang aus der hierarchischen Struktur des Rudels ergibt. Ein Hund mit niedererem Rang schließt sich dem Rudelführer instinktiv und schutzsuchend an (wie die Welpen der Mutter). Genau das soll der Hund auch bei uns tun, denn wir sind sein Rudelführer. Wer dominiert, wird geliebt und gewinnt Vertrauen.
Es gibt für mich als Hundehalter zwei Positionen:
• Die stärkere, also "dominieren",
• Die schwächere, also "dominiert werden".
Meine Position kann sich in einem einzigen Augenblick ändern.

Erst als ich anfing, Alf aus der Hundeperspektive zu sehen, konnte ich solche Augenblicke erkennen. Ich beschloß, mich nicht mehr meinem Hund überlegen zu fühlen, weil ich ein Mensch bin und er nur ein Hund, sondern ihn als einen gleichberechtigten Freund zu betrachten und als solchen zu respektieren und auch dafür zu sorgen, dass ich meine Sache als "Hundefreund" gut machen muss.

Es gibt da meiner Erfahrung nach keinen Mittelweg in Punkto Dominanz oder dominiert werden! Mein Hund sieht nur: schwächer oder stärker. Das entscheidet sich von Situation zu Situation immer neu.

Es ist nicht wie bei uns Menschen, wo man sich auch mal darauf einigt, daß ein Kind heute ausnahmsweise mal bis 23 Uhr aufbleiben darf, aber dafür morgen wieder um 20 Uhr im Bett zu sein hat.

Ein Hund kann meiner Meinung nach keine Ausnahmen machen. Es gibt für ihn nur "ja" oder "nein" - etwas, was dazwischen liegt, kann er nicht einordnen, es verwirrt ihn und wenn es ihn im Ranking nach oben katapultiert, ist das ab diesem einen Mal für ihn immer so :-)

extrabild