

Lebensgefährlich
Verteidigung des vitalen Lebensraums
Ein Beispiel dafür: Der Hund zieht mich an der Leine auf die Straße,
das heißt,
er gefährdet mein und auch sein Leben.
Was kann ich tun?
Ich kann stehen bleiben und ihm sagen "Nein"! Es
muss DAS Wort sein, mit dem er verbindet, daß er das, was er gerade
tut, nicht machen soll. Oder ich kann sanft unterstützend an der Leine
ziehen und parallel dazu "Nein" sagen. Hier geht es um die Verteidigung
meines und seines Lebens, da muß man konsequent sein.
1. Wenn ich meinem Hund in so einer Situation leicht an der Leine gezogen habe, wird er sich sofort umdrehen. Wenn ich aber zusätzlich noch wütend werde, oder ihn sogar nochmal einen Klaps gebe, dann versteht der Hund das nicht.
Es sind dann zu viel Reize auf einmal, er kann die nicht einordnen. Was resultiert aus dieser Straf-Lawine? Ich mache mir selbst und dem Hund das in unserer langen Trainingszeit geschaffene Vertrauen kaputt, weil ich den Hund verwirrt oder sogar ungewollt bestraft habe für etwas, was er ja richtig gemacht hat. Er ist ja stehen geblieben!
2. Geht der Hund nach dem "Nein" von der Straße weg, soll jede weitere "Zorneshandlung" unterlassen werden, wie zum Beispiel "Wie oft soll ich dir noch sagen..." - das versteht er sowieso nicht. Anstelle dieser überflüssigen Handlung streicheln und loben wir nun unseren Hund, denn das versteht er und parallel dazu fahren wir uns selbst auch wieder runter.
So geben wir unserem Hund die Möglichkeit, unsere Aktion/Reaktion einzuordnen, weil ihm die Handlungsweise vertraut ist. Ich bin für ihn der Chef, dem er ja vertrauen soll, der ihn beschützen soll, und das habe ich ihm mit dem bekannten Wort oder dem sanften Leinenzug signalisiert.
Hier ist Deine Selbstdisziplin gefragt, denn gerade in solchen Situationen wird das Vertrauen Deines Hundes gefestigt.