

Winzige Feinheiten
Frau Dr. Schöning empfahl mir, mit meiner "Erziehung" noch einmal von vorne anzufangen und auf jedes kleinste Detail zu achten, auch wenn ich es für unwichtig hielt. Ich sollte Alf in kleinen Schritten zu verstehen geben, daß ich der Boss bin und daß es gewisse Regeln gibt, nach denen er sich zu richten hat. Damit fing ich sofort an. Ich legte ein "Hundetagebuch" an und fing wieder von vorne an.
Was ich dabei mit Alf zusammen über mich und ihn gelernt habe, ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. Seit dem habe nie mehr dieses resignierte, ohnmächtige Gefühl gehabt, mit meinem Hund nicht mehr klarzukommen. Klar gab es schwere Tage, klar gab es Tage, an denen ich Fehler gemacht habe, für die ich mich heute noch in Grund und Boden schäme. (Oder gibt es jemanden, der sich nicht dafür schämt, seinen Hund einfach zu treten?) Ich hoffe, daß Alf mir verziehen hat.
Was ist ein Hundetagebuch?
Ein Buch, wo alles, was wissens- und bemerkenswert ist eingetragen
wird. Zum Beispiel in welcher Verfassung der Hund wann war, ob er
Fortschritte gemacht hat, was er kann, was er mag, wovor er Angst
hat, welche Macken
er hat...
Und weil man ja mt seinem Hund ein Team ist, kann man seine eigene Verfassung, Laune oder Stimmung daneben schreiben, der Hund ist ein Spiegel seiner selbst..