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Die ersten Probleme

Eigentlich klappte alles ganz gut; Alf war schnell "stubenrein" (und das, obwohl ich gar keine Stube hatte!), gehorchte erstaunlich schnell bei dem Wort "nein" oder "aus" und machte auch gern mal "sitz" (...daran ist sicherlich der regelmäßige Konsum von Leberwurstzipfeln - nachdem er dann "sitz" gemacht hatte - nicht ganz unschuldig). Ich war die einzige Bezugsperson für Alf (ich lebte allein in meiner schnuckeligen 2-Zimmer-Bude), und sein "Leitwolf".

Als Alf etwa 15 bis 20 Monate alt war, also etwa ein halbes Jahr später, zweifelte ich manchmal daran, ob ich schlau genug war, den Hund als Freund zu behalten. Er befand sich im "Rüpelalter", wie mir meine Tierärztin Dr. Barbara Schöning erklärte. Alf fing an, schlechter zu gehorchen, er wurde aggressiv und biß, aus meiner Sicht, wahllos schwächere und kleinere Hunde, Welpen, Hündinnen - eigentlich alles, was vier Beine hatte und in Reichweite war. Gut, Ausnahmen bestätigen die Regel: ab und zu war auch mal ein Kurierfahrer dran (ich habe damals in einer kleinen Werbeagentur gearbeitet und hatte das große Glück, den Hund in's Büro mitnehmen zu dürfen).

Ich verstand die Welt nicht mehr; ich tat doch alles, um dem Hund gerecht zu werden! Er bekam das beste Futter, wir machten kilometerlange Spaziergänge, ich verzichtete auf meine allabendlichen Bar-Besuche... und, ja, ich gebe es ja zu: er durfte sogar manchmal mit in's Bett!

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