

Der Hass begann
Ich fing an, Alf zu hassen. Gab ich mir doch alle erdenkliche Mühe, ihn gut zu behandeln und ihn zu verstehen - ohne daß er allerdings alles gedurft hätte. Nein, es gab da auch Regeln, nach denen er sich zu richten hatte - was er ja auch tat.
Er mußte zum Beispiel stets vor der Wohnungstür warten, bis er von mir das OK bekam, in die Wohnung zu kommen (machte sich gut bei Matschwetter, wenn man Auslegeware in der Wohnung hat!). Das hat er prima gemacht!
Kaum waren wir aber draußen in der freien Natur, machte er "auf Macho" und attackierte alles, was nach Hund oder wahlweise auch nach Mensch aussah.
Nach einem halben Jahr war ich soweit, daß ich nur noch spätabends oder frühmorgens (morgens heißt hier 4:00 Uhr!!) den Mut hatte, ihm im Park seinen Auslauf zu lassen. Der Hund braucht ja seinen Auslauf *gähn*- aber ich hatte nicht mehr die Kraft, mich gegen die anderen Hundebesitzer zu wehren und sie zu bitten, ihre Hunde 'ranzurufen und ihnen zu erklären, daß mein Hund eine Macke hat, etc. Ich war nervlich so fertig, daß ich mich fast von Alf getrennt hätte.